Timmendorfer Beach Boys Platz zwei erobertTimendorfer Strand - Mit drei Siegen haben die Timmendorfer Beach Boys den zweiten Tabellenplatz in der Oberliga Nord erobert und sind wieder auf Kurs Vizemeisterschaft. Nun sollen am kommenden Wochenende zwei weitere Erfolge folgen.
Der erste Teil der englischen Woche mit fünf Spielen binnen zehn Tagen ist absolviert und alle Beteiligten können zufrieden mit den Ergebnissen sein. Drei Siege waren angepeilt, drei Siege wurden erzielt.

Schlüsselspiel war die Partie am letzten Freitag, die man unbedingt gewinnen musste, wenn man sich noch realistische Chancen auf den zweiten Tabellenplatz ausrechnen wollte. Doch was dann im ETC passierte, dass werden Spieler und Fans wohl nicht so schnell vergessen.
In den ersten zehn Minuten waren die Piranhas mindestens gleichwertig, doch mit zwei, drei fantastischen Paraden brachte Matthias Rieck die Rostocker Stürmer zur Verzweiflung. Auf der Gegenseite erwiesen sich die Beach Boys als eiskalte Vollstrecker und sorgten schon nach sechs Minuten für einen Torwartwechsel beim Gast aus Rostock. Bis dahin hatten André Gerartz (2. Minute), Patrick Saggau (6.) und Kenneth Schnabel (6.) aus vier Schüssen drei Tore erzielt.
Mit dem 4:0 durch Moritz Meyer in der 11. Minute war dann der Widerstand der Piranhas gebrochen und der Großteil der 830 Zuschauer ergötzte sich am Offensivspektakel der Beach Boys, denn noch im ersten Drittel ließen Schnabel (12.) und Moritz Meyer (17.) weitere Tore folgen.
Viele Zuschauer fragten sich in der ersten Drittelpause, ob man mal wieder ein verrücktes Spiel zwischen den beiden Ostsee-Rivalen sehen würde, doch nach 40 Minuten konnte man sicher sein, dass dies nicht der Fall sein würde. Zwar schöpften die Piranhas nach dem 6:1 durch Zib (23.) wieder Hoffnung, allerdings stelle Rino Schroeder (25.) postwendend wieder den alten Abstand her. Und die Beach Boys hätten sogar höher führen können, ließen aber einige gute Chancen liegen und hatten durch Patrick Saggau Pech, der in der 32. Minute nur die Latte traf.
Ein Tor brauchten die Beach Boys noch im letzten Drittel, um den direkten Vergleich zu gewinnen, doch was dann in den Schlussminuten des Spiels geschehen sollte, haut dann alle von den Socken. Nach einem kleinen, offensiven Durchhänger zu Beginn des dritten Drittels eröffnete Rino Schroeder in der 49. Minute den Torreigen mit seinem 8:1.  Die Piranhas gaben sich offensichtlich auf und die Beach Boys nutzten die Gelegenheit, um den ewigen Rivalen etwas zu demütigen. Die Bruderreihe um die Saggaus und Kenneth Schnabel zog den Piranhas mit einer herrlichen Kombination, die Thorben Saggau in der 55. Minute zum 9:1 vollendete, endgültig den Boden unter den Füßen weg und Moritz Meyer (57.), André Gerartz (59.) und Marc Vorderbrüggen (60.) ließen drei weitere Tore folgen.
Mit dem Endstand von 12:1 hatte wohl wahrlich keiner gerechnet und die Beach Boys wurden noch minutenlang von ihren Fans gefeiert.  Nüchtern kommentierte André Gerartz die Partie: „Wir haben uns einfach an unseren Spielplan gehalten.“
Das nächste Spiel ist bekanntlich immer das Schwerste und wie erwartet wurde das folgende Spiele bei den Harzer Falken hatte eine schwierige und zähe Angelegenheit. Defensiv lieferten die Beach Boys erneut eine vorzügliche Leistung ab und ließen kaum Chancen zu. Und wenn doch mal eine Scheibe durchkam, dann war Matthias Rieck zur Stelle, der sein Formtief vom Jahresende 2013 scheinbar endgültig überwunden hat und gegen Braunlage den ersehnten, ersten Shutout feiern konnte.
Offensiv gingen die Beach Boys nicht das letzte Risiko, nutzten dafür die wenigen Fehler der Gastgeber aus dem Harz eiskalt aus. André Gerartz vollendete einen Konter zum 1:0 (40. Minute) und Kenneth Schnabel traf Sekunden vor dem Ende ins leere Tor. Ein Arbeitssieg war es am Ende, aber wirklich etwas anderes erwartet hatte keiner. Einziges Ärgernis war die dritte „Zehner“ gegen Thorben Saggau, der dann am Dienstag zuschauen musste.
Das Nachholspiel gegen die Ritter am Dienstag war dann die dritte Partie in fünf Tagen und nicht wenige fragten sich im Vorfeld, ob die Beach Boys genug Körner hatten, dieses Spiel siegreich zu bestreiten. Die Antwort auf diese Frage ist kurz: sie hatten.
Das erste Drittel wird dabei am Besten mit den Worten von Nordhorns Trainer Heiko Niere beschrieben: „Die ersten 20 Minuten befanden wir uns noch auf der Autobahn.“
Mit Zug zum Tor, einer schnellen Führung durch Patrick Saggau (2. Minute) im Rücken und einem starken Jan-Niklas Gebert im Kasten dominierten die Beach Boys das erste Drittel und führten nach 20 Minuten verdient mit 6:0. André Gerartz (12./14.), Jason Horst (13.), Kenneth Schnabel  (16.) und erneut Patrick Saggau (18.) hatten die Tore erzielt.
Ab dem Mittelabschnitt spielten die Ritter dann deutlich besser mit.  Zwar sorgte Jason Horst in der 26. Minute für das 7:0, doch spätestens mit dem ersten Nordhorner Treffer durch Synowiec exakt 14 Sekunden später war klar, dass die Ritter noch etwas Ergebniskosmetik betreiben wollen.
Christian Herrmann stellte zwar in der 59. Minute den alten sieben-Tore-Abstand wieder her, aber letztlich war es Jan-Niklas Gebert zu verdanken, dass die Ritter zunächst nicht näher heran kamen. Bezeichnend war der Gesichtsausdruck von Nordhorns Schophuis, der in der 40. Minute ungläubig schaut, als Gebert auch die vierte Eins gegen Eins-Situation für sich entschied.
So ging es mit der deutlichen Führung für die Beach Boys in das letzte Drittel, die nun aber endgültig das Tempo aus der Partie nahmen, sehr zum Unmut von Trainer Sven Gösch: „Wir haben Jan-Niklas doch etwas sehr alleine gelassen, das darf so nicht passieren.“
Denn zu leicht kamen die Ritter zu Chancen und verkürzten so auf ein 8:4. Lukas Lang (44./53.) und Tim Maier (54.) erzielten die Tore für die Ritter. In den letzten Minuten des Spiels gingen die Beach Boys dann wieder konzentrierter zu Werke und fuhren den Sieg dann doch eindeutig nach Hause.
Mit den drei Siegen und dem gleichzeitigen Ausrutscher des bisherigen Tabellenzweiten Hannover Indians wird der Traum von der Vizemeisterschaft so konkret wie seit Wochen nicht mehr. Die Beach Boys ziehen vorbei an den Indians und den Piranhas und haben bei gleicher Anzahl an Spielen (28) einen Punkt Vorsprung vor den beiden Konkurrenten. Die Rechnung ist simpel: gewinnen die Beach Boys alle vier Spiele, dann ist die dritte Vizemeisterschaft in vier Jahren perfekt.
Den Anfang kann man dafür am kommenden Wochenende machen, wenn man am Freitag (20 Uhr) zum Adendorfer EC reist und am Sonntag (18 Uhr) den Hamburger SV empfängt.Das Dorfderby hat ja bekanntlich seinen eigenen Charakter und spätestens das knappe 6:5 nach Penaltyschießen vor rund drei Wochen hat dieses bewiesen. Die Heidschnucken, aktuell Tabellensiebter, können an guten Tagen alle Teams schlagen, an schlechten Tagen aber auch gegen Jeden verlieren.
Entsprechend ist die Bilanz in den letzten Wochen: im Monat Januar gab es einen Sieg sowie sechs Punkte und von den letzten elf Spielen konnten jahresübergreifend nur zwei gewonnen werden. Zwei Aspekte sorgen aktuell für das Dilemma der Heidschnucken. Hinter der ersten Reihe um Markus Kankaanranta, Kim Wikström und Denny Böttger fehlt es an Qualität, dazu kann Torhüter Dennis Korff nicht an die überragenden Leistungen der Vorsaison und des letzten Herbstes anknüpfen. Von daher müssen die Heidschnucken darauf hoffen, dass die Phrase „Derbys haben ihre eigenen Gesetze“ zutrifft.
Die Beach Boys wollen das natürlich verhindern und ihrer Favoritenstellung gerecht werden, denn die drei Punkte sind fest eingeplant.
Vom Papier her ist die Partie gegen den Hamburger SV am kommenden Sonntag deutlich schwieriger. Der HSV gewann in 2014 vier seiner sechs Spiele und besiegte unter Anderem die Hannover Indians.   Dazu sah man auch gegen die Rostock Piranhas nicht schlecht aus und  wenn die Rauten-Träger nicht die ersten neun Spiele der Saison so dermaßen in den Sand gesetzt hätten, dann würden sie wahrscheinlich noch um einen der vorderen Plätze mitspielen.
So werden die Hamburger allerdings auf Platz fünf einlaufen und gehen als Favorit in die Pokalrunde im Februar. Vorher möchten sie allerdings die Beach Boys noch ärgern und das man dies durchaus kann, hat der 5:3-Heimsieg am zweiten Weihnachtstag  gezeigt. Mit der Mannschaft um Topscorer Bruno Zabis und den starken Goalie Florian Neumann ist immer zu rechnen.
Kurz vor Ende der Transferperiode kam auch noch mal Bewegung in den Hamburger Kader. So konnte der HSV Artur Stach (Crocodiles) als Neuzugang begrüßen, muss aber die Abgänge von Felix Stokowski (Heilbronn) und Sebastian Pritykin (Rostock) verkraften.
Auch dieses Spiel  gehen die Beach Boys als Favorit an, doch sie sind nicht nur auf Grund der Niederlage im letzten direkten Duell gewarnt.
Die Spiele werden auf jeden Fall schwierig und da ist jede Hilfe, die man bekommen kann, gut.
Zum Einen sind Tibor Uglar und Jesper Delfs in dieser Woche auf das Eis zurückgekehrt und haben an den kurzen Trainingseinheiten teilgenommen. Ob sie beide bereits am Freitag spielen werden, wird aber kurzfristig entschieden.
Zum Anderen können die Beach Boys mit zwei Neuzugängen rechnen. Der Eine Neue ist Henning Schroth, der gestern aus Hamm anreiste. Der Goalie wird bereits an Freitag Matthias Rieck vertreten, der beruflich verhindert ist.
Der Andere „Neue“ ist eigentlich kein richtiger Neuzugang, sondern ein Rückkehrer. Paul Paepke ist nach seiner beruflichen Auszeit wieder im Training und könnte am Sonntag gegen den HSV erstmals auflaufen.
Für die Fans und Interessierte Zuschauer gibt es am Sonntag noch ausreichend Karten an der Abendkasse (ab 17 Uhr).
Für Fans, die nicht mit nach Adendorf reisen können, überträgt das FanRadio von HL-SPORTS das Spiel live am Freitag ab 19:45 Uhr.

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