Foto: Sina Oldhof – Jeff Maronese bei seinem ComebackTimmendorfer Strand - Den Abend hätten sich wohl alle in Timmendorf anders vorgestellt. Statt endlich einen der großen Zwei zu besiegen, bekamen die Beach Boys stellenweise eine Lehrstunde und verloren am Ende gegen die Hannover Scorpions deutlich mit 4:9 (1:4, 2:4, 1:1).
Das Beste des Abends gab es vor Spielbeginn. Bei der obligatorischen Vorstellung der Mannschaft vor Spielbeginn wurde Rückkehrer Jeff Maronese als Letzter auf das Eis geholt

und von den Zuschauern mit frenetischem Beifall und Jubel willkommen geheißen. Es war ein kleiner Gänsehautmoment an diesem Abend.
Ansonsten war der Abend aus Timmendorfer Sicht sehr frustrierend. Zwar musste man auf fünf wichtige Spieler verzichten und war vor allem im Sturm mit zweieinhalb Reihen schon arg dezimiert, eine Erklärung für die Leistung ab der siebten Minute  sollte das aber nicht sein.
„Wir haben heute 15 Weihnachtsgeschenke verteilt, glücklicherweise haben die Scorpions nur neun genutzt“, resümierte ein sichtlich unzufriedener Trainer Sven Gösch nach der Partie und die Gegentore im ersten Drittel waren symptomatisch.
Ob bei der Führung von Morczinietz in der siebten Minute, dem 0:2 durch Marek nach neun Minuten oder dem 0:3 von Gerbig nach 13 Minuten: immer gingen den Treffern der Scorpions individuelle Fehler in der Timmendorfer Defensive voraus.
Dazu kamen dann Stellungsfehler und mangelndes Zweikampfverhalten, dass dann in der 19. Minute sogar zum 0:4 führte, als Neuert alleine auf den bemitleidenswerten Matthias Rieck zulaufen konnte und traf. Im Grunde war die Partie da gelaufen, auch wenn man in der 20. Minute durch Rob Labute mit einem schönen Schlagschuss auf 1:4 verkürzte.
Die Defensive war einfach unzulänglich an diesem Abend und offensiv kam stellenweise Pech dazu. Nach dem sich die Hannoveraner die Scheibe fast selbst ins Tor gelegt hatten, scheiterten André Gerartz und Christian Hermann mit Pech, vor allem als Gerartz Schlagschuss von Scorpions-Goalie Englbrecht nicht festgehalten werden konnte und durch rutschte, aber im Torraum liegen blieb.
Und dennoch: nach dem Treffer von Labute kam so etwas wie Hoffnung unter den Zuschauern im ETC auf. Doch nur eine Minute nach Wiederanpfiff macht Morczinietz im Alleingang alle Hoffnungen zu Nichte.
Der Einsatz bei den Beach Boys stimmte zwar und sie stemmten sich im zweiten Drittel richtig gegen die Niederlage, mehr als das 2:5 durch Moritz Meyer (24. Minute) war aber nicht drin, zumal man noch zwei gute Chancen einfach liegen ließ.
Defensiv war die Leistung der Mannschaft weiter ungenügend, so dass Sergej Janzen nach einem Torwartfehler, Morczinietz bei einer doppelten Überzahl und Gerbig bei schwachem Abwehrverhalten von Mund das Ergebnis auf 8:2 aus Sicht der Scorpions schrauben konnten.
So war es dann in den letzten 25 Minuten ein einziges Schaulaufen der Stars aus Langenhagen, die ihre Kräfte für das Derby am Sonntag schonten. Ihnen gelang aber noch ein Treffer, als erneut Janzen allein vor dem Tor stand und in der 52. Minute den neunten Hannoveraner Treffer erzielte.
Die Beach Boys betrieben immerhin noch etwas Ergebniskosmetik durch Moritz Meyer (37. Minute), der zwischenzeitlich auf 3:8 verkürzt hatte, und durch André Gerartz (59.), die so den Endstand von 4:9 herstellten.
„Das war auch ein der Höhe eine verdiente Niederlage“, meinte Sven Gösch nach dem Spiel, der zudem damit haderte, dass Thorben Saggau seine dritte „Zehner“ bekam und somit gegen Braunlage gesperrt fehlen wird: „Stand heute haben wir nur einen gelernten Mittelstürmer. Das wird eine ganz enge Geschichte.“
Zufrieden konnte Gösch nur mit den Special Teams sein. Das Überzahl-Spiel entwickelt sich immer besser, auch vom Spielerischen her, und das Unterzahl-Spiel ist trotz des Gegentreffers weiterhin das Beste der Liga. Dazu kommt, dass die Beach Boys das fairste Team der Liga sind und als einzige Mannschaft der Oberliga Nord noch ohne Spieldauerdisziplinar- oder Matchstrafe auskamen.
Die Meisterschaft ist nun endgültig abgehakt und nun gilt es für die Beach Boys ihren dritten Rang zu festigen. Dieses Unterfangen beginnt mit dem Spiel gegen die Harzer Falken am kommenden Freitag (20 Uhr), ehe man am Sonntag (18 Uhr) zum Spitzenreiter Rostock Piranhas reisen muss.
Einen Hinweis gibt es für Auswärtsfahrer, die am zweiten Weihnachtsfeiertag die Beach Boys zum Auswärtsspiel beim Hamburger SV begleiten wollen. Dieses Spiel findet nicht wie gewohnt im Eisstadion Stellingen statt, sondern in Brokdorf. Grund dafür ist, dass das zuständige Bezirksamt in Hamburg  die Stellinger Anlage an Weihnachten nicht für den Spielbetrieb frei gibt.
Auswärtsfahrer sollten daher 60-90 Minuten mehr Fahrzeit einplanen.

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