FDP LogoTimmendorfer Strand - Viele Eltern kutschieren ihre Kinder am liebsten mit dem Auto bis zum Schultor. Schuld daran sind häufig nicht etwa schlechte oder weite Schulwege, sondern die Eltern, die ihre Kinder aus Angst vor Unfällen und Übergriffen, aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit mit dem Auto direkt bis vor das Schultor fahren. Vergleiche die LN vom 15.12.2016. Die Schülersprecherinnen haben bisher vergeblich auf diese Missstände hingewiesen.

 „Viele Situationen, die brenzlig sind, entstehen erst durch die Eltern“, meint Ulrich Herrmann. Soziologen sprechen von der „Generation Rücksitz“, Verkehrsexperten sorgen sich. Denn die morgendliche Blechlawine ist gefährlich: Die meisten Kinder verunglücken morgens zwischen sieben und acht Uhr.
Laut statischem Bundesamt wurden 2015 vor Schulbeginn 854 Kinder in einen Unfall verwickelt. Nach Schulschluss ereigneten sich weitere 650 Unglücke mit Schülerinnen und Schülern.
Die häufigste Unfallursache, wenn Kinder als Fußgänger unterwegs sind, ist das „Überschreiten der Fahrbahn, ohne auf den Fahrzeugverkehr zu achten“.
Die FDP schlägt deshalb vor, eine „Kiss-and-Go-Zone“ auszuweisen, in der Eltern sicher anhalten und ihre Kinder zu einem Restfußweg aussteigen lassen können. Der ADAC empfiehlt, dass diese Zonen mindestens 250 Meter Abstand zum Schuleingang haben sollten. „Diese Zone sollte auf dem Großparkplatz neben der Sporthalle liegen. Die Schule ist bequem erreichbar, besorgte Eltern können ihre Kinder dann sogar leicht begleiten auf dem letzten Stückchen Schulweg“, so Herrmann.Damit die Eltern auch die „Kiss­and­Go­Zone“ tatsächlich ansteuern, regt die FDP zusätzlich an, eine „temporäre Straßensperrung 30 Minuten vor Schulbeginn und vor Schulende“ zu prüfen, ein Verbot der Einfahrt.

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