Gemeindearchiv Timmendorfer Strand offiziell eröffnetTimmendorfer Strand - Timmendorfer Strand hat ein neues "Gedächtnis der Gemeinde". Es ist schon etwas Besonderes, das neue Archiv der Gemeinde Timmendorfer Strand. Seit einiger Zeit stand das Thema schon auf der Agenda von Politik und Verwaltung. Aus dem bisherigen Heimatarchiv mit Sitz im Strohdachhaus ist seit Anfang des Jahres ein Gemeindearchiv geworden. Ab sofort sind die Türen im Strohdachhaus am Timmendorfer Platz geöffnet.

„Es soll ein lebendiges und offenes Archiv sein“, formuliert Bürgermeisterin Hatice Kara die Ausrichtung der neuen gemeindlichen Institution. „Die Menschen und Vereine in unserer Gemeinde sollen es nutzen, um ihre eigene Geschichte zu recherchieren

oder aber die Historie eines Vereins aufzuarbeiten.“ Ihren ausdrücklichen Dank richtet Bürgermeisterin Kara an Herrn Dr. Heiner Herde, der ehrenamtlich den Aufbau des Gemeindearchivs über Jahre federführend begleitet hat. Einen weiteren Dank richtet sie an die Politik. „Es ist in Zeiten knapper Kassen sicherlich keine Selbstverständlichkeit, dass entsprechende Gelder für Sachmittel und Personal bereitgestellt werden. Doch das zeugt auch davon, dass es allen Entscheidungsträgern ein wichtiges Anliegen ist, die Geschichte der Gemeinde Timmendorfer Strand und ihrer Rechtsvorgänger zu sichern und für die Nachwelt zu bewahren.“

Das 2005 von dem damaligen Bürgermeister Volker Popp initiierte und von Dr. Heiner Herde ehrenamtlich betreute Heimatarchiv war eine Herzensangelegenheit von Otto Rönnpag gewesen, des einstigen Leiters der „Arbeitsgemeinschaft Gemeindechronik“. Seine Forschungsarbeiten und Sammlungen, aber auch die anderer Heimatforscher wie Heinrich Lunau, Walther Hauffe und Emil Becker sind der Grundstock des Heimatarchivs. Dr. Herde hat das Archiv um eine Bildersammlung erweitert, die heute über 10.000 Fotos, Ansichtskarten und Dias umfasst, wobei der gesamte Bestand inzwischen auch digitalisiert vorliegt. Die Bilderwelt des Archivs gibt einen anschaulichen Eindruck über die Entwicklung und das Leben in allen Ortsteilen der Gemeinde, wobei am umfangreichsten die Bestände der Badeorte Niendorf und Timmendorfer Strand sind.

Das neue Gemeindearchiv wird künftig die Akten und Dokumente der Gemeindeverwaltung übernehmen und archivieren. Betreut wird das Archiv von Melanie Zühlke, die seit Januar dieses Jahres das Gemeindearchiv hauptamtlich betreut. Dr. Herde wird sie beratend unterstützen.

Ab dem 18. Juli 2016 ist das Gemeindearchiv auch der Öffentlichkeit zugänglich, montags und Donnerstag von 10 bis 11 Uhr sowie nach Vereinbarung. Zunächst stehen das Bildarchiv und die Bibliothek zur Verfügung. Nach und nach werden weitere Teile des Bestandes zugänglich gemacht werden. Einen ersten Eindruck bietet die Internetseite: www.gemeindearchiv.org.

Wer sich für das Bilderarchiv interessiert, vielleicht weil er gerne Näheres wissen möchte, wie ein Haus, das abgerissen wurde, früher aussah, oder wer nach dem Krieg beim NTSV Strand in der Fußballmannschaft mitgespielt hat oder was man am Strand in den 1920er Jahren trug, der sollte das Gemeindearchiv im Strohdachhaus besuchen.

Das Gemeindearchiv übernimmt außerdem dauerhaft oder zeitlich begrenzt Vereins-, Firmen- und private Sammlungen. Besonders erwünscht sind Fotos aus Timmendorfer Strand, Klein und Groß Timmendorf, Niendorf, Hemmelsdorf und Oeverdiek aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Schließlich freut sich das Gemeindearchiv über tatkräftige Unterstützung beispielsweise beim Pflegen des digitalen Zeitungsarchivs, Erstellen einer Literaturliste und Ergänzen des Bildbestands um Informationen zu den abgebildeten Gebäuden. Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt mit Melanie Zühlke auf: Telefon 04503 / 70 35 819 (Montag bis Donnerstag vormittags), E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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  • Schlammschlacht gegen Robert Wagner

    • ChristianeJelatzka 02.05.2018 16:29
      Dass die „One Man Show Partei“ sich vehement für Herrn Wagner ins Zeug legt ist nicht verwunderlich ...

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    • Jörn Eckert 27.04.2018 13:08
      Varus Varus! :D

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    • Christian Jaletzke 27.04.2018 09:40
      Das Schlimmste für Frau Kara wäre eindeutig das Beste für Timmendorfer Strand. Bleibt zu hoffen, dass ...

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